Reiseroute Oberlauf

Der Havelradweg wird grob in sieben Etappen unterteilt.
Hier finden Sie eine Reiseroute, die Sie von der Havelquelle bis nach Potsdam führen wird. Auf den sieben Tagen dieser Reise erwarten Sie glitzernde Seen und weite Wälder. Neben der Landschaft können Sie sich auf von zahlreichen Schlössern, Lustgärten und Parkanlagen faszinieren lassen.

Von der Quelle bis Potsdam
Länge der Route: 249km – Dauer: 7 Tage

Die unten stehende Karte zeigt Ihnen den Ausgangspunkt Ihrer eindrucksvollen Radreise – Waren an der Müritz. Von diesem Punkt aus können Sie ganz leicht Ihre Radelstrecke entlang des Oberlaufs auf der Karte nachverfolgen.

1. Tag: Auftakt an der Müritz

Ihre Radreise beginnt in Waren an der Müritz. Die pulsierende Hafenstadt ist als Heilbad bekannt und birgt viele Sehenswürdigkeiten. Mit seiner gewaltigen Wasserfläche gilt Waren als „kleines  Meer“. Empfehlenswert ist ein Besuch im Müritzeum und ein abendlicher Spaziergang an der Uferpromenade. Waren stellt somit den idealen Auftakt zur Einstimmung auf Ihre Radreise dar.

2. Tag: Die Havelquelle (60 – 63km)

Auf der Fahrt nach Ankershagen am Mühlensee werden Sie von prachtvollen Adlern begleitet. Von dort aus fließt die Havel bis zum wunderschönen Müritz-Nationalpark. Dort, wo sich die Natur nach Ihren eigenen Regeln entwickeln darf, bilden Seen, Moore und Wälder eine atemberaubende Kulisse. Als Besucher des Nationalparks erleben Sie eine Momentaufnahme, denn die Natur befindet sich in einem stetigen Wandel. Ab hier wird die Havel immer breiter, sodass bis nach Neustrelitz mehrere Havelquellseen Ihrem Weg kreuzen. An Ihrem Etappenziel lassen Sie sich von den gut erhaltenen Baudenkmälern und Sehenswürdigkeiten bei einem Bummel durch den Stadtkern und das Residenzviertel beeindrucken.

3. Tag: Seen wie eine Perlenkette (34 – 41km)

Die Mecklenburgische Seenplatte verzaubert mit ihren Unmengen an glitzernden Seen. Die schillernden Gewässer prägen den dritten Tag Ihrer Route! Entlang des Ellenbogensees, des Glietzensees und des Dagorosee radeln Sie nach Fürstenberg.
Falls Sie die Zeit haben, sollten Sie unbedingt einen kleinen Abstecher zum Großen Stechlinsee unternehmen. Aus dem Slawischen abgeleitet bedeutet Stechlin „Glas“. Ein passenderer Name hätte nicht gewälhlt werden können, denn der Große Stechlinsee ist bekannt für seine ausgezeichnete Wasserqualität.
Den Tag lassen Sie in Fürstenberg an der Havel ausklingen, ein beliebter Ort für Berliner Sommerfrischler.

 

 

4. Tag: Einzigartige Landschaften (35 – 41km)

In Marienthal erkunden Sie eine einzigartige Zehdenicker Tonstichlandschaft. Die Region beiderseits des Flusses ist geprägt durch zahlreiche kleine Seen und Wasserlöcher. Diese sind ein typisches Merkmal für den Tonabbau. Einige Bereiche der besonderen Landschaft stehen unter Naturschutz und sind Teil des Naturparks Uckermärkische Seen. Wer sich hier Zeit nimmt die Landschaft zu erkunden, hat die Möglichkeit Überreste von alten Ziegeleien zu entdecken. Der Gegensatz von unberührter Landschaft und industriellem Erbgut bietet auch Platz für seltene Tierarten und Zugvögel.

5. Tag: Gartenkunst und Gartengenuss (35 – 43km)

In zahlreichen Kurven und Bögen verläuft die Havel weiter durch das schöne Ruppiner Land. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts schwärmte Theodor Fontane von dieser einzigartigen Landschaft. In seinen Werken erzählt er von den Schlössern, Klöstern, Landschaften und den Bewohnern mit ihren Geschichten.
Weiter geht es entlang der Havel bis nach Oranienburg. Schon von Weitem entdecken Sie das gleichnamige Schloss. Prunkvoll thront das älteste Barockschloss der Mark in seinen umliegenden Gärten. Der Schlosspark stellt einen Genuss für Blumen- und Gartenliebhaber dar. Jeder, der im musealen Teil des Schlosses ein wenig Zeit verbringt, ist angetan von der prächtigen Kulisse.

6. Tag: Berliner Havelseen (ca. 61km)

Ein Tag, der durch die Erinnerungen an die verspielten Lustschlösser, Parks und prachtvollen Residenzen im Gedächtnis bleibt. Wie eine Märchenwelt erscheint die Landschaft um die Berliner Havelseen.
Je weiter Sie radeln, desto präsenter wird das moderne Stadtbild Berlins. Entlang des Mauer-Radwegs vermischen sich einschneidende Geschichte und neumodische, hippe Hauptstadt. Innerhalb von wenigen Kilometern erleben Sie eine packende landschaftliche und architektonische Zeitreise. Um den Tag optimal abzurunden, empfehlen wir eine entspannte Schifffahrt auf dem Wannsee. Die außergewöhnliche Pfaueninsel beherbergt den 67 Hektar großen Landschaftspark, welcher seit 1990 auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten zu finden ist.         

7.  Tag: Die Hauptstadt

In Berlin angekommen, werden die typischen Sehenswürdigkeiten der Stadt erkundet. Wir empfehlen aber auch einen Abstecher zum „Haus am Waldsee“. In einem Garten, der mehr als 10.000 Quadratmeter umfasst, gibt es das ganze Jahr über zahlreiche Ausstellungen von nationalen und internationalen Künstlern.
Wer sich mit den sieben Tagen am Oberlauf der Havel noch nicht zufrieden gibt, der kann seinen Radurlaub entlang des Unterlaufs der Havel fortsetzen.

Havelradweg Oberlauf – von der Quelle bis nach Potsdam
Havelradweg Unterlauf – von Potsdam nach Havelberg
Sternradeln Potsdam – Havelseen und Potsdamer Landschaft